Erfolgskonzept: Taco Loco und McCain

Erfolgskonzept: Taco Loco und McCain

20 Jahre erfolgreich – Taco Loco Köln

Tortillas, Nachos, Flautas, Wraps, Fajitas, Steaks, Burger und Dip Fries: All das zählt zu den Bestsellern von Taco Loco. Ein Tex Mex-Konzept inklusive Bar. Gleich viermal im Raum Köln. Der Macher im Hintergrund - und oft auch direkt an der Front in der Hürther Filiale - heißt Helmut Praß. Ein Vollblut Gastronom, der als Student mehr zufällig in das Gewerbe kam. Wie es ihm gelingt, seit 1994 seine Stammgästeschar zu vermehren und immer wieder neue Kunden in die Läden zu holen, verrät er in diesem Bericht.

17:20 Uhr, langsam füllt sich das Lokal in der Luxemburger Straße, mitten in Hürth Hermülheim, unweit der Kölner Stadtgrenze. Die Gäste, Studenten, junge Paare, Familien, Cliquen und Vereinsmitglieder aller Altersgruppen, kommen zur Happy Hour. Das heißt, alle Cocktails gibt es für wenige Stunden zum halben Preis. Nicht viel später ist meist der Laden mit 160 Innen- und 70 Außenplätzen voll und immer mehr Gäste verspüren nach den ersten Drinks Appetit auf etwas Herzhaftes. Egal wie groß ihr Budget für den Abend ist, in der Karte des Taco Loco finden sie etwas Passendes. Wer nicht viel ausgeben will, bestellt sich gefüllte Tortillas, teilt sich einen der oft georderten Sampler mit seinen Begleitern oder genießt eine Portion U-förmiger Kartoffelschnitze mit zwei hausgemachten Saucen zum Preis von 3,60 Euro, genannt Dip Fries. „Unsere Gäste lieben sie. Bis zu ihrer Einführung glaubte ich, Pommes, dünn und knusprig, seien nicht zu toppen. Doch ich durfte mich eines Besseren belehren lassen. Durch ihre Form bleiben sie länger heiß. Ein Vorteil für uns: Selbst kleine Mengen Wareneinsatz erscheinen als große Portion. Außerdem können meine Kunden damit die Sauce richtig löffeln. Weil sie so beliebt sind, servieren wir sie nun ebenfalls als Beilage zu unseren Wraps – und die sind jetzt ein Bestseller. Sie gibt's mit verschiedenen Füllungen, jeweils zum Preis von 7,90 Euro. In der Kombination stimmt die Kalkulation", berichtet Helmut Praß.

 

Günstig allein reicht nicht

Taco Loco überzeugt mit konsequent hoher Speisenqualität. Das ist auch der Grund für 70 Prozent Foodanteil am Umsatz, so die Erfahrung vom Ideengeber Helmut Praß: „Meine Gäste kommen nicht deshalb so regelmäßig, weil sie etwa Fans der mexikanischen Küche geworden sind. Sie schätzen in erster Linie die Qualität der Grillangebote, Steaks, Burger, Fleischpfannen und zum Teil außergewöhnliche Beilagen. Ein Beispiel zur Verdeutlichung: Als wir unsere Steaks auf das seltene, argentinische Angus-Beef umstellten und die Preiserhöhung um ein Euro je 100 Gramm mit der besseren Fleischqualität in einem Flyer begründeten, nahm die Nachfrage markant zu". Erstklassigkeit bietet man auch bei den Beilagen. Beispielsweise Chili-Champignon-Rahmsauce, frisches Schmorgemüse, Maiskolben, Country Potatoes mit Schale oder Ofenkartoffeln mit Sour Cream. Bei den genannten Kartoffel-Spezialitäten setzt Helmut Praß auf McCain. Beide Produkte sind zu 100 Prozent vorgegart und gekühlt – was die Zubereitungszeit reduziert. Ein Vorteil, der dem Stoßgeschäft zu Gute kommt. Bei den Ofenkartoffeln schätzt der Inhaber die gleichbleibend hohe Qualität, die einheitliche Kartoffelgröße und die kleine Verpackungseinheit. Auch seine Dip Fries stammen von McCain, die beim Hersteller Fry`n`Dip heißen und zum TK-Sortiment gehören. Ähnlich bei den Burgern, die seit Jahren auch als Premium-Variante angeboten werden und sich großer Nachfrage erfreuen, hebt sich das Tex Mex-Konzept mit Patties aus US-Beef und Wagyu- Kobe-Style-Fleisch von anderen Restaurants ab. Dank der Qualitäts-Philosophie behauptet sich Taco Loco auch gegenüber den Wettbewerbern, beispielsweise namhaften Systemgastronomieketten, von denen eine erst kürzlich wenige 100 Meter von der Hürther Filiale entfernt ein Outlet eröffnete.  

 

Beliebt bei Jung und Alt

1994 eröffnete das erste Taco Loco in der Kölner Südstadt. Von der ersten Stunde an war es ein Erfolg. Kurz danach folgte die Filiale in Nippes. 2004 kam der erste Franchise-Betrieb dazu, 2005 wurde das Quartett mit der Niederlassung in Hürth komplett. Heute bewirtschaften Franchisenehmer, meist ehemalige Mitarbeiter, die drei ersten Standorte. Um den jüngsten kümmert sich der Gründer persönlich und das heißt voller Einsatz und Engagement rund um die Uhr. Auf die Idee eines Tex Mex-Konzeptes stieß er zufällig – ohne Mexiko zu dem Zeitpunkt bereist zu haben. Die Umsetzung in den Anfangsjahren erfolgte in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit einem Costa Ricaner. Zuerst als Imbiss in unmittelbarer Nähe zu einer Diskothek, später dann als Restaurant. Parallel dazu betrieb Helmut Praß eine Bowlingbahn, in der er als Student zuerst jobbte und die er später als Pächter übernahm. Bereits in dieser Zeit sammelte er Erfahrungen mit Gästen, die in größeren Gruppen kamen und Geburtstage und ähnliches in seinen Räumen feierten. Diese Erfahrung griff er auf und entwickelte sie zu einem wichtigen Standbein seiner Lokale – auch bei Taco Loco. Heute sind Hochzeiten, Vereinstreffen, Stammtische und selbst Beerdigungen in den Tex Mex-Betrieben keine Seltenheit mehr. Die Architektur der Immobilien kommt dem entgegen und gewährt den Gästen die gewünschte Abgeschlossenheit. Bedingt durch die Gruppenzusammensetzung zählen Jung und Alt, Groß und Klein sowie Menschen aller Nationen zu seinen Gästen. Diese breite Kundenstruktur sowie ein gutes Gefühl für Kundenbedürfnisse machen es möglich, dass auch zwanzig Jahre nach der Eröffnung des ersten Taco Loco, die konsequent umgesetzte Idee ihre Kunden findet.

Produktbild_McCain Fry `n` Dip_400005.jpg